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Antje Eilers - Hemmoor - Künstlerin





Hirntumor  Ängste



Ängste erkennen !
Ängste bearbeiten!

Zu der Zeit  als mir klar war 
(Anfang 2014), dass ich mich als erstes mit meinen akuten Ängsten beschäftigen müsste, überlegte ich, ob ich mir Hilfe holen sollte oder nicht. Ich entschloss mich "dafür", damit ich auch meinen Mann entlasten konnte, denn der musste mich ja in irgendeiner Form ständig mit tragen. Ich rief also bei einem Psychologen an, schilderte kurz meine Situation und bat um einen Termin. Ich bekam einen Termin in 6 Wochen. Ich musste tief durchatmen und gleichzeitig kam etwas Wut in mir auf, weil ich keine 6 Wochen tatenlos mit diesen Ängst leben wollte. Also begann ich mein eigenes Wissen herauszuholen und wendete es an. Mir war schnell klar, dass ich keine 6 Wochen dafür benötigen würde, und der Termin eigentlich sinnlos war. Doch ich war auch neugierig und gleichzeitig offen für eine  "fachkundige" Meinung/Hilfe. Am Tag des Termins hatte ich mich selbst und meine Ängste schon sehr gut im Griff. Die psychologischen Hinweise, waren für mich eher ernüchternd und ich verstand zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht, wie man meinen konnte, einem "totkranken Menschen" auf diese Art helfen zu wollen. Der Psychologe wies mich auf die Schwere meiner "Krankheit" hin, mit sehr sichtbarem Mitgefühl, was bei mir in diesem Moment eher negativ ankam. Er hatte ja auf seine Weise recht, aber ich hatte mir aufbauende Maßnahmen bzw. Angstbearbeitung erhofft. Ebenfalls teilte er mir mit, was ich in nächster Zeit nicht mehr machen könnte .... unter anderem : Arbeiten. Das wollte ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht hören, muss ihm aber im Nachhinein durchaus recht geben.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen, ich weiß nicht, ob es immer so ist. Allerdings ist der o.g. Arzt nicht nur  Psychologe sondern auch Neurologe und dadurch natürlich bestens im Bilde darüber, dass diese "Krankheit" aus schulmedizinischer Sicht den zeitnahen Tod bedeutet. Umso mehr freut er sich heute (
dass ich noch lebe), wenn ich ihn als Neurologe zur Nachsorge besuche. Ich habe ihm zwar  von meiner feinstofflichen Arbeit erzählt, aber inwieweit das wirklich bei ihm angekommen ist, kann ich nicht sagen.


Wage es, leer zu sein.

Wage es, loszulassen.
Wage es, zu glauben.

von Elizabeth L.



Als erstes muss ich nochmal erwähnen, dass mein Glaube an Gott (der mit keiner Religion verbunden ist) mir immer geholfen hat. Sobald ich Ängste erkannt habe und diese dann z.B. aufschreibe, damit ich sie nicht wieder vergesse (Erkenntnis), ist schon der erste Schritt getan. Der zweite ist, mich daran zu erinnern, dass Gott immer bei mir ist und mir stets helfend zur Seite steht. In Bezug auf die Angst, ist dies schon ein beruhigender Hinweis.

Es ist wichtig sich mit der Angst zu beschäftigen, das heißt z.B. man nimmt ein Blatt Papier und schreibt sich seinen Kummer (seine Angst) von der Seele. Dadurch hat man es Schwarz auf Weiß vor sich liegen und die Angst ist sichtbar geworden. Sie ist nicht mehr unsichtbar und somit viel greifbarer für einen selbst.

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema Angst, zum einen bei meiner Arbeit mit den Ängsten anderer Menschen/Tiere oder mit meinen eigenen, die ebenfalls sehr zahlreich vorhanden waren.  Seit Beginn meiner eigenen Krebsbehandlung habe ich mich noch intensiver mit Ängsten beschäftigt, da ich sah, wieviel Ängste bei dieser "Krankheit" immer wieder zum Vorschein kamen. Im Laufe der Zeit sind dadurch natürlich wieder und wieder Verbesserungen der Bearbeitung eingetreten, die ich hier in meinen Texten zusammengefasst weitergeben möchte.

Als erstes ist es wie schon gesagt wichtig, die Angst benennen zu können.
  Sie hat jetzt einen genauen Namen! Schriftlich ist immer das Beste.
Ich nehme jetzt mal meine Angst : Nicht mehr leben zu können. Diese Angst versuchte mich massiv zu verängstigen. In jedem Moment der ihr dabei geeignet vorkam. Gleichzeitig vermischte sie sich mit der Angst : Nicht mehr mit meinem Mann zusammen sein zu können.  Mittel dafür sind die Gefühle in uns, Traurigkeit macht sich in tausenden Momenten breit. Wenn man zum Beispiel zusammen im Auto unterwegs ist und gerade dann wird ein Lied gespielt, das unser früheres Zusammenkommen begleitet hat. Oder man fährt an einem Friedhof vorbei .... Da kennt das negative Gedankenkino keine Gnade. Hier sitzt die Angst an höchster Stelle und hat freie Bahn um negativ zu wirken.

Jeder Mensch ist anders, dementsprechend hat auch jeder Mensch andere Ängste. Hat man aber den ersten Schritt der Enttarnung geschafft, ist dies schon die halbe Miete. Ich persönlich wollte nicht in Selbstmitleid versinken und mir und meinem Mann die evtl. restliche kurze Zeit dadurch verderben.  Doch es ist leichter gesagt, als getan. Man benötigt viel Kraft und einen starken Willen, um sich selbst und seine positive Sichtweise immer wieder in den Vordergrund zu holen.

Meine positive Sichtweise beinhaltete, dass ich der Realität ins Auge schauen musste. Laut Schulmedizin hat man mit Glück bei der Diagnose noch ca. 1 - 1,5 Jahre zu leben. Natürlich nur mit der dementsprechenden schulmedizinischen Therapie (die ich ja abgelehnt hatte). Ich hatte vielleicht nur noch kurze Zeit zu leben. Genau diese vermeintliche Tatsache wollte ich annehmen, damit mir meine Ängste nicht tagtäglich das Leben schwer machen konnten. Auch das sollte man schriftlich festhalten und am besten überall wo man sich aufhält in Kopie dabei haben (z.B. auch im Handy). Damit man sich das Ganze wieder vor Augen führen kann, sobald die Angst versucht einem vom Gegenteil zu überzeugen. Das passiert sicherlich noch eine ganze Zeit, doch man wird immer besser. Man weiß was man will und genau diese Meinung tritt Schritt für Schritt weiter in den Vordergrund.

Ich hatte meinen baldigen Tod also akzeptiert. Das erleichterte meine weitere Arbeit an mir selbst und meinen normalen Alltag ungemein. Doch es versuchen natürlich weitere Ängste in den Vordergrund zu treten. Diese sollte man nach und nach, wie oben beschrieben bearbeiten. Immer die, die sich gerade in den Vordergrund drängelt, um gehört zu werden.  Es ist sehr wichtig sich die Zeit dafür zu nehmen.


Am Ende gilt doch nur,
was wir getan und gelebt -
und nicht, was wir ersehnt haben.

von Arthur Schnitzler



Unsere mentale Stärke ist in dieser Zeit sehr wichtig, doch leider wird genau diese von den Ängsten verdrängt. Man muss täglich üben und trainieren, damit die eigenen mentalen "Muskeln" wachsen können. Ein weiterer Trick oder Tipp meinerseits ist,  Ängste zu personifizieren. Was bedeutet, sie in Gestalt einer Person darzustellen. Am besten noch eine Person, die man nicht so gerne mag. Wenn man sich jetzt diese Person vorstellt, wie sie einem täglich weismachen will : Oh, wie ist das alles schrecklich! Oder sie vor einem steht und sagt : Du kannst das nicht schaffen, das wird nichts. Die meisten Menschen sterben daran ....  Wie gesagt, es ist jetzt der nervige Nachbar oder die Schwiegermutter, die einem ständig diese Dinge ins Ohr flüstert und die Tränen in die Augen treibt. Wie lange lässt  DU dir das gefallen? Oder ich frage mal andersrum, wenn DU jetzt eine andere Person wärst, was würdest du dir dann in dieser Situation raten?

Was ich damit sagen möchte ist, dass DU nicht deine Angst bist. Angst besteht aus Wissen, welches wir im Grunde gar nicht wissen, sondern nur vermuten. Was wir mal gehört oder gesehen haben. Angst besteht zum größten Teil aus Ungewissheit. Ich könnte dazu noch so viel schreiben, doch es ist auch für mich wichtig, mich hier im Rahmen zu halten.

Wir sollten "Krankheiten" nie ignorieren, bei Ängsten ist das aber etwas anderes. Wenn man in der Lage ist, Ängste zu ignorieren, dann verschwinden sie in kürzester Zeit von selbst. Denn es macht keinen Spaß mehr. Das Ärgern wird langweilig!

Der Sinn des Lebens sollte sein, ein gedanklich positives Leben zu führen. Immer bereit zu sein, alte eingefahrene Muster über Bord zu werfen, um dafür neue positive Ladung aufzunehmen.




Wenn aus Angst .... Freude wird,
ist dies ein extrem großes Geschenk,
welches wir uns selber machen.


von Meine andere Welt


Meine andere Welt




Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Hilfe diesbezüglich von Außen angenommen werden sollte, also durch Ärzte (Psychologen/Psychiater), die Familie, Freunde .... Es ist schön, diese Erfahrungen zu teilen :).

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