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24. August 2018



Erste Schritte

Dieser Text ist auch mein erster Schritt in eine Richtung, die ich schon losgelassen hatte. Ich hatte mich davon verabschiedet, anderen Menschen mit meiner anderen Sichtweise bezüglich "Krankheiten" helfen zu wollen. Mein Weg ist anders, nicht zu vergleichen mit der Schulmedizin oder z.B. einer homöopatischen Behandlung. Bei meiner Art von Behandlung ging es in erster Linie um die Veränderung des eigenen Lebens. Der Sichtweise ....

Dafür ist es wichtig zu wissen, dass ich gelernt habe "Krankheiten" nicht als negatives Übel zu betrachten, welches mir mein derzeitiges Leben kaputtmachen will, sondern genau das Gegenteil der Fall ist. Und um so extremer die "Krankheit", umso extremer sollte auch die Veränderung sein. Diese "Weisheiten" habe ich natürlich auch in vielfacher Form versucht an "Kranke" in der Familie weiterzugeben. Ich kann mich noch an eine Reaktion erinnern, die da war : "Ja, wenn das so einfach wäre, durch eine Veränderung des Denkens, diese "Krankheit" zu heilen". Und genau hier ist der springende Punkt, es ist überhaupt nicht einfach, sein Denken und das dazugehörige Handeln zu verändern und dann noch in einer Situation, in der es auf einmal um Leben und Tod geht. In der man unglaublich überfordert ist. Nach der Gehirn-OP ist man auch körperlich total geschwächt, gleichzeitig mit Medikamenten vollgepumpt und sich überhaupt nicht im Klaren darüber, ob der eigene Gesundheitszustand noch mit einem "normalen Leben" zu vergleichen ist. In diesem Zustand wurde mir dann eine Bestrahlungs- und Chemotherapie angeboten und erklärt. Ich sollte mich vor Ort entscheiden und den dementsprechenden Klinikvertrag unterschreiben. Den Vertrag für die Strahlenbehandlung hatte ich  unterschrieben, dann folgte der Termin zur Besprechung für die Chemotherapie. Mein Mann begleitete mich natürlich bei diesen Terminen und stellte viele Fragen. An dem Tag konnte ich mich nicht dafür entscheiden, auch noch den Chemo-Vertrag zu unterzeichnen.  Ich bat um eine Bedenkzeit und nahm die Verträge mit, um sie mir zu Hause nochmal  in Ruhe durchzulesen. Doch das war dann wie bei den Beipackzetteln von Medikamenten. Umso mehr ich las, umso mehr sagte mir mein Inneres, das möchte ich nicht. Ich muss dazu sagen, ich war noch nie ein Freund von Tabletten, Pülverchen, Kügelchen oder Ähnlichem, schon als Kind verweigerte ich so gut ich konnte diese Einnahmen.  Ebenso war meine persönliche Weiterentwicklung in den letzten Jahren in eine komplett andere Richtung gegangen, die "Feinstoffliche Heilung". Ich hatte Menschen und Tiere auf  eine ganz andere Art und Weise erfolgreich behandelt, genau diese Menschen/Tiere, die von der Schulmedizin aufgegeben wurden, wo keine Lösung mehr möglich war.

Trotz all dieses Wissens, hatte ich den Vertrag für die Bestrahlung unterschrieben. Denn mir wurde "Hilfe" angeboten. Es war ein Strohhalm, der mir hingehalten wurde und es war für mich die Möglichkeit, mich fallen zu lassen .... die Verantwortung an die Menschen (Ärzte) abzugeben, die mir erklärten, dass sie mir helfen wollten. Gleichzeitig sagten sie mir auch, dass es keine Garantie gäbe und es bei der Art von Tumor lediglich um eine Lebensverlängerung (max. 12 - 18 Monate), nicht um eine Heilung ginge.

Man bekommt sein Todesurteil schriftlich ausgeliefert, und gleichzeitig soll man sich nach einer Gehirntumor-OP objektiv vor Ort entscheiden. Das war schon sehr extrem und unwirklich.  Man kann nicht in Worte fassen, was in diesem Moment im Kopf, bzw. im gesamten Körper gefühlsmäßig vor sich geht. Das Ganze fand 11 Tage nach meiner OP statt und nachdem ich den Strahlentherapievertrag unterzeichnet hatte, wurde auch sofort ein Termin für die erste Bestrahlung festgelegt.
Ich musste mich also hinsichtlich der Chemotherapie zeitnah entscheiden.

Keiner konnte mir diese Entscheidung abnehmen, denn es war ja mein Leben.

Mein Mann Maykel ließ mir freie Hand, er setzte mich in keiner Weise unter Druck, ebenfalls versuchte er sich mir gegenüber sehr neutral zu verhalten, damit ich frei für mich entscheiden konnte. Er würde alle meine Entscheidungen unterstützen und mir immer zu Seite stehen. Zu der Zeit hätte ich mir gewünscht, dass mir jemand die Entscheidung abnimmt oder mir jemand die Richtung weist, in die ich gehen soll. Aus heutiger Sicht kann ich mir allerdings keine bessere Hilfestellung vorstellen und bin auch immer noch sehr dankbar dafür.

Es dauerte ein paar Tage, die mir endlos vorkamen und am Ende entschied ich mich gegen beide Behandlungen. Diese Entscheidung beinhaltete auch, dass ich keine weitere Hilfe mehr aus dieser Richtung erwarten konnte, denn das war die einzige Möglichkeit, die mir persönlich angeboten wurde. Allerdings schwankte ich anschließend noch das eine oder andere Mal (war das alles so richtig, was ich hier tat,  ich spielte mit meinem Leben?!). Ich habe mich nicht nach alternativen Behandlungen umgeschaut, sondern entschied mich dafür alles auf mich zukommen zu lassen.


Nun komme ich auf den oben genannten "springenden Punkt" zurück, die Veränderung in meinem Leben. Im Nachhinein kann ich nun sagen , dass es nicht nur eine Veränderung war, es waren viele kleine, die ein großes Ganzes ergaben. Ich fing mit dem an was sich vor meiner Nase befand und das war eine riesige Angst. Ich versuchte diese Angst auseinander zu nehmen, wovor hatte ich genau Angst. Der Tod war es nicht, ich hatte eine positive Verbindung zum Tod, ich sah und sehe darin nichts Negatives. Meine Angst war : Nicht mehr zu leben. Ich liebte das Leben und ich liebte es zu leben. Auch das ging nicht von jetzt auf gleich, aber ich beschäftige mich sehr intensiv mit dieser Angst. Eine zweite, wenn nicht noch größere Angst war, nicht mehr mit Maykel zusammen zu sein. Das wollte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Unsere Liebe war und ist immer noch so groß, dass ich ohne ihn nicht leben und auch nicht sterben wollte. Ich wusste, dass es sehr wichtig war mich von diesen Ängsten zu befreien. Irgendwann hatte ich es geschafft und nun sah die Welt komplett anders aus. Mir war klar, dass es so kommen würde, wie es kommen sollte und genau dies wollte ich auch annehmen.

Im nächsten Text schreibe ich noch mehr über Ängste und wie wichtig es ist, sie zu erkennen und zu bearbeiten.


Meine andere Welt




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